Die Ernährungsinitiative von Franziska Herren und dem Verein «Sauberes Wasser für alle» will die Ernährungssicherheit stärker über inländische, nachhaltige Produktion sichern. Kernpunkte sind: Der Bund soll einen Netto-Selbstversorgungsgrad von mindestens 70 % anstreben; heute liegt dieser gemäss Bundesrat bei rund 46 %. Erreichen will die Initiative dies vor allem über mehr pflanzliche Lebensmittel, eine entsprechend ausgerichtete Land- und Ernährungswirtschaft, den Schutz von Grundwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität sowie strengere Vorgaben bei Stickstoff- und Phosphoreinträgen. Die Ziele sollen innert zehn Jahren nach Annahme erreicht werden.
Meinung KGV: Die Auswirkungen der Initiative auf die KMU wären ungleich verteilt. Besonders betroffen wären Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft; andere KMU eher indirekt durch höhere Preise, verändertes Konsumverhalten und zusätzliche Regulierungen.
Eine Netto-Selbstversorgung von 70 Prozent innert zehn Jahren ist unrealistisch und nur mit massiven Eingriffen in Produktion und Konsum erreichbar. Dies würde die Lebensmittelwahl einschränken, Preise erhöhen und könnte zusätzliche Importe fördern. Gleichzeitig drohten Arbeitsplatzverluste in der Fleisch- und Milchverarbeitung sowie in abhängigen Betrieben.
Parole: Nein