Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) begrüsst den Entscheid des Zürcher Kantonsrats zur Annahme der Umsetzungsvorlage Förderklasseninitiative ausdrücklich. Für die Zürcher KMU-Wirtschaft ist eine leistungsfähige Volksschule zentral: Sie bildet die Grundlage für gut ausgebildete Lernende, qualifizierte Fachkräfte und einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort.
Die Zürcher KMU-Wirtschaft stellt seit Jahren fest, dass viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger beim Lehrbeginn grundlegende Defizite im Rechnen, Schreiben und in weiteren elementaren schulischen Fähigkeiten aufweisen. Gleichzeitig führt das heutige integrative Schulsystem zunehmend dazu, dass Lehrpersonen im Unterricht stark durch verhaltensauffällige oder schulisch sehr schwache Kinder gebunden sind. Die Bedürfnisse der grossen Mehrheit der Schülerinnen und Schüler geraten dadurch oft in den Hintergrund.
KGV-Geschäftsleiter Thomas Hess betont: «Mit der Wiedereinführung heilpädagogisch geführter Förder- und Kleinklassen wird aus Sicht des KGV eine wichtige Korrektur vorgenommen. Kinder mit besonderem Förderbedarf erhalten gezielte Unterstützung in einem passenden Umfeld. Gleichzeitig profitieren die Regelklassen von mehr Ruhe, klareren Strukturen und einer stärkeren Konzentration auf die Vermittlung der Lerninhalte.»
Der KGV ist überzeugt, dass der Entscheid sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrpersonen zugutekommt. Die Entlastung der Lehrpersonen von zusätzlichem Koordinationsaufwand schafft Effizienzgewinne im Schulbetrieb, die direkt dem Unterricht zugutekommen.
Für KGV-Präsident Werner Scherrer ist klar: «Eine starke Volksschule ist für die KMU-Wirtschaft unverzichtbar. Sie stärkt die Berufsbildung, sichert qualifizierte Fachkräfte und trägt wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Zürich bei. Deshalb hat der KGV die Förderklasseninitiative von Anfang an unterstützt und begleitet. Das heutige Ja ist sehr erfreulich und ein wichtiges Signal für die Zürcher Volksschule.»