Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) nimmt das Ergebnis der Abstimmung zur SRG-Initiative zur Kenntnis und bedauert den ablehnenden Entscheid der Stimmbevölkerung. Für viele KMU bleibt damit eine doppelte Belastung bestehen. Aus Sicht des KGV geht die vom Bundesrat vorgeschlagene Lösung zu wenig weit – notwendig ist eine vollständige Befreiung der KMU von der SRG-Abgabe.
Der KGV hatte sich der Gewerbekampagne «1x zahlen ist genug!» angeschlossen und sich für ein Ja zur Initiative eingesetzt. Diese hätte eine spürbare Entlastung für viele Unternehmen gebracht und zu einer schlankeren, stärker fokussierten SRG beigetragen.
Eine vom Schweizerischen Gewerbeverband sgv in Auftrag gegebene Umfrage zeigt, dass 76 Prozent der Befragten eine Änderung bei der Unternehmensabgabe an die SRG wünschen. «Dieses Ergebnis beweist, dass unser Anliegen in der Bevölkerung breite Unterstützung findet. Für den KGV und den sgv ist das Ziel erst erreicht, wenn alle KMU von der SRG-Abgabe befreit sind.» sagt KGV-Präsident Werner Scherrer.
Mittlere Unternehmen mit hohen Umsätzen und tiefen Margen werden nach diesem Entscheid weiterhin unverhältnismässig belastet. Der Verband fordert deshalb nach wie vor die grundlegende Anpassung des Systems und er wird sich weiterhin für die vollständige Befreiung der Unternehmen von der SRG-Abgabe einsetzen