Die Zürcher Stimmbevölkerung hat die beiden linken Wohn-Initiativen deutlich verworfen. Damit setzt sie ein klares Zeichen gegen zusätzliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Der KMU- und Gewerbeverband des Kantons Zürich (KGV) ist erfreut über dieses deutliche Verdikt. Besonders die Wohnschutz-Initiative hätte gravierende negative Folgen für das Baugewerbe gehabt.

Mit dem deutlichen Nein zur Wohnschutz-Initiative und dem Nein zur Wohnungsinitiative erteilt die Zürcher Stimmbevölkerung zusätzlichem Staatsinterventionismus auf dem Wohnungsmarkt eine klare Absage. Das Nein zur Wohnungsinitiative verhindert eine staatliche Wohnbaugenossenschaft, welche die heutigen Probleme nicht gelöst, sondern verschärft hätte. Denn staatliches Bauen dauert erfahrungsgemäss länger und kostet mehr.

Das Nein zur Wohnschutz-Initiative ist ein wichtiges Signal für die KMU-Wirtschaft. Die Initiative hätte Sanierungen erschwert, Investitionen gebremst und Neubauprojekte verhindert. Statt mehr und günstigerem Wohnraum wären am Ende mehr Knappheit, höhere Preise und weniger Aufträge für das lokale Gewerbe die Folge gewesen. Das Beispiel Basel zeigt, dass solche Regulierungen die erhoffte Wirkung verfehlen.

KGV-Präsident Werner Scherrer sagt: «Die KMU-Wirtschaft ist erleichtert über das doppelte Nein. Insbesondere die Wohnschutz-Initiative hätte die Situation auf dem bereits heute angespannten Wohnungsmarkt weiter verschlechtert. Leidtragende wären auch die KMU gewesen, die weniger Aufträge erhalten hätten.»

Mit den Gegenvorschlägen kann der KGV als Kompromiss gut leben. KGV-Geschäftsführer Thomas Hess sagt: «Mit dem Nein zu den Initiativen konnte Schlimmeres verhindert werden. Dennoch braucht es jetzt einen Effort. Der Regierungsrat ist gefordert, den Wohnungsbau zu beschleunigen, Behördengänge konsequent zu digitalisieren und unnötige Regulierungen abzubauen. Wer mehr Wohnraum will, muss Bauen erleichtern statt verhindern.»

15.06.2026
Zurich 4821663 1280