Der Zürcher Kantonsrat hat dem Zusatzkredit zur Realisierung der Berufsfachschule Uetikon zugestimmt und damit ein wichtiges Zeichen für die Berufsbildung gesetzt. Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) begrüsst diesen Entscheid ausdrücklich.

Die geplante Streichung der Berufsfachschule Uetikon aus dem Gesamtprojekt auf dem CU-Areal hat in den vergangenen Wochen für erhebliche Diskussionen gesorgt. Der Regierungsrat wollte das Projekt aus Spargründen zurückstellen, während die Kantonsschule wie geplant realisiert werden sollte. Der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) hat diese Priorisierung klar kritisiert und sich entschieden für die Umsetzung der Berufsfachschule eingesetzt.

Der KGV begrüsst deshalb, dass der Antrag der Kommission für Planung und Bau (KPB) für einen Zusatzkredit von 45 Millionen Franken zur Realisierung der Berufsfachschule einschliesslich Aula und Mediathek als Teil der Gesamtkonzeption in Uetikon im Kantonsrat dank der Mitte- und Linksparteien eine Mehrheit gefunden hat. Der heutige Entscheid stellt sicher, dass die Berufsbildung am rechten Zürichseeufer nicht weiter ins Hintertreffen gerät und künftig über genügend modernen Schulraum für die Ausbildung des Zürcher Berufsnachwuchses verfügt.

Für den KGV ist klar: Eine Nichtumsetzung der Berufsfachschule in Uetikon wäre trotz der hohen Kosten keine Option gewesen. Der heutige Standort in Stäfa ist zu klein, stark veraltet und weist erhebliche Mängel auf – unter anderem fehlen eine Turnhalle und eine Mediathek. Die bestehende Infrastruktur wird den heutigen Anforderungen an eine moderne Berufsbildung nicht mehr gerecht. Eine Sparübung zulasten der Berufsbildung wäre auch aus bildungspolitischer Sicht nicht vertretbar gewesen. Zudem wären bei einer Nichtrealisierung der Berufsfachschule am Standort Uetikon wichtige Synergiepotenziale verloren gegangen.

Gleichzeitig zeigt die Diskussion im Kantonsrat einmal mehr grundsätzliche Probleme auf: Der Kanton ist offenbar nicht in der Lage oder nicht willens, kostengünstiger zu bauen, wie dies Privatschulen regelmässig vormachen. Hier besteht aus Sicht des KGV weiterhin grosser Handlungsbedarf.

13.04.2026
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