Massnahmen des Bundesrates: Weg aus der Pandemie bleibt unübersichtlich

Seit dem 20. Dezember 2021 ist in der Schweiz flächendeckend 2G und die Home-Office-Pflicht in Kraft, 3G sogar seit dem 13. September 2021. Die mildere Omikron-Variante, welche auch in der Schweiz aktuell klar vorherrschend ist, kann nicht mehr mit früheren Varianten verglichen werden.

Nachdem der Bundesrat ursprünglich auch die Home-Office-Pflicht bis Ende März verlängern wollte, ist er von diesem Plan teilweise abgerückt. Diese soll nun bis Ende Februar gelten. Die übrigen Massnahmen sollen gemäss Bundesrat bis Ende März weitergeführt werden. Die heutige Verlängerung der allermeisten Massnahmen auf Vorrat (10 Wochen) ist für den KGV nicht zielführend. Sollte sich die Situation in den Spitälern weiter entspannen, braucht es für den KGV eine schnellere Anpassung – wie dies der Bundesrat heute zumindest versprochen hat.

Die Wirkung der Massnahmen dürfte insbesondere wegen der Dynamik der Omikron-Variante marginal sein. Für die betroffenen Unternehmen wird es zunehmend schwierig, die einschneidenden Massnahmen nochmals für weitere Wochen und Monate umsetzen zu müssen. Ganze Branchen erleiden durch die Massnahmen Umsatzeinbussen, erhalten gleichzeitig keine adäquaten Entschädigungen mehr. Diese Praxis weiterzuführen, ist den Unternehmen gegenüber unverantwortlich. Die betroffenen Unternehmen wären zudem bereit, Verantwortung zu übernehmen und den Weg aus der Pandemie eigenverantwortlich zu lösen. Einen solchen lässt der Bundesrat leider nicht zu.