Einführung Zertifikatspflicht: Finanzielle Einbussen bei KMU müssen entschädigt werden

Die ab kommenden Montag geltende Zertifikatspflicht trifft viele KMU hart. Sie gefährdet Umsätze, Arbeits- und Ausbildungsplätze. Für den KGV ist klar: wenn der Bundesrat Branchen mit einer Zertifikatspflicht einschränkt, muss er für die verursachten finanziellen Einbussen bei den betroffenen Unternehmen aufkommen. Gemäss dem Verursacherprinzip sind alle Schäden vollumfänglich auszugleichen.

Die weiter vorangetriebene Spaltung der Gesellschaft kann nicht im Interesse des Landes und der KMU-Wirtschaft sein. Gerade die KMU-Wirtschaft ist sehr nahe am Puls der Bevölkerung. Viele KMU werden mit dem Entscheid bez. Zertifikats-Kontrollen zu indirekter Polizeiarbeit verdonnert, welche neben dem Mehraufwand auch ein riesiges Konfliktpotenzial birgt.

Der KGV ist enttäuscht, dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Zertifikatspflicht eingeführt werden muss. Dies wäre vermeidbar gewesen, da aktuell grossmehrheitlich ungeimpfte Ferienrückkehrerinnen und Ferienrückkehrer hospitalisiert werden müssen. Statt frühzeitig am Ursprung des Problems anzusetzen, werden nun einmal mehr die KMU in eine schwierige wirtschaftliche Lage gebracht.