Bundesrat präsentiert seinen Nicht-Öffnungsfahrplan

Heute kann festgestellt werden, dass sich die Situation bei den Hospitalisierungen mehr als beruhigt hat und in der Schweiz aktuell sogar eine Untersterblichkeit besteht. Für den KGV ist es unverständlich, dass diese wichtigen Merkmale vom Bundesrat verkannt und die Lockdown-Massnahmen für die betroffenen Branchen nicht stark gelockert werden. Der Bundesrat kann sich heute nicht einmal für einen konkreten Öffnungsfahrplan durchringen. Dabei wären die betroffenen Unternehmen branchenübergreifend bereit, mit gezieltem Schutz ihren Beitrag für eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung zu leisten. Der heute vom Bundesrat präsentierte Nicht-Öffnungsfahrplan ist aus Sicht der KMU-Wirtschaft nicht akzeptabel.

Anhand der vier epidemiologischen Kriterien hat sich der Bundesrat einen viel zu engen Spielraum für Öffnungsschritte innert nützlicher Zeit gegeben. Es darf nicht sein, dass mathematische Modelle über das wirtschaftliche Überleben von Unternehmen/Branchen entscheiden und ganze Existenzen vernichten. Statt Berechnungen im Kommabereich braucht es in einer Krise seitens der verantwortlichen Entscheidungsträger einen Blick für das Gesamte.

Die heute beschlossene neue nationale Teststrategie muss aus Sicht des KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich (KGV) mit einer vollständigen Öffnung für die Wirtschaft verknüpft sein. Zusätzliche Tests werden vom KGV grundsätzlich begrüsst. Die Intensivierung von Tests darf jedoch nicht dazu führen, dass die Lockdown-Massnahmen noch länger Bestand haben. Denn massiv mehr Tests werden auch höhere Fallzahlen mit sich bringen. Hier braucht es eine Anpassung der Kriterien bzw. eine faire Bewertung der Zahlen.