FIKO-Entscheid ist Teilerfolg für Gewerbe

Die Finanzkommission der Kantonsrats hat heute entschieden, den Pendlerabzug auf 5‘000 Franken zu begrenzen. Für den Kantonalen Gewerbeverband Zürich ist dieser Entscheid ein Teilerfolg.

Der Regierungsrat wollte im Rahmen des kantonalen Sparpakets «Leistungsüberprüfung 2016» den Arbeitswegkostenabzug im Kanton Zürich auf 3‘000 Franken begrenzen. Die kantonsrätliche Finanzkommission (FIKO) folgte diesem Antrag nicht. Sie entschied heute mit 6:4 Stimmen, dem Kantonsrat eine Obergrenze von 5‘000 Franken zu beantragen. Der Kantonale Gewerbeverband Zürich (KGV) lehnte die Regierungsvorlage ab. Der Antrag der FIKO wertet er dennoch als Teilerfolg. «Wir sind enttäuscht, dass der Kanton es nicht schafft, bei einem Budget von 15 Milliarden Franken realistische Sparmassnahmen statt versteckte Steuererhöhungen vorzuschlagen», erklärt KGV-Präsident Hans Rutschmann. Man habe sich aber stark dafür eingesetzt, die negativen Auswirkungen der Gesetzesänderung für das Gewerbe so weit als möglich zu reduzieren. Mit dem vorliegenden Kompromissvorschlag verringert sich die Zahl der von Steuererhöhungen betroffenen Berufspendler um rund die Hälfte.

Verbandsleitung nimmt Gesamtbetrachtung vor

Über die Höhe des Pendlerabzugs wird aber das Volk das letzte Wort haben. Sobald der Entscheid des Kantonsrats vorliegt, wird die KGV-Verbandsleitung eine Gesamtbetrachtung aus Sicht des Gewerbes vornehmen. Sie wird über die Abstimmungsparole entscheiden. In die Gesamtbetrachtung wird auch die störende Situation bei den Inhabern von Geschäftsfahrzeugen einfliessen. Mit der Begrenzung des Pendlerabzugs sind diese gezwungen, ihre Fahrkosten beim Einkommen aufzurechnen. Für Arbeitgeber bedeutet dies beim Ausstellen der Lohnausweise eine enorme administrative Mehrbelastung.

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